Arbeitszeitgesetz

Eine Zeitspanne, wo der Arbeitnehmer für seinen Arbeitgeber zur Verfügung stehen muss, nennt man im Allgemeinen Arbeitszeiten. Diese sind gesetzlich geregelt und können nur im Notfall variiert werden.

Definition und Arbeitszeitgesetz im Detail



Der Begriff Arbeitszeit definiert eine Zeitspanne, in der, der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber zur Verfügung steht. Während dieser Zeit darf der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Aufgaben und Tätigkeiten aufgeben, die im Dienstvertrag geregelt sind. Bereitschaftsdienste fallen auch in den Bereich Arbeitszeit. Die Ruhepausen werden nach § 2 ArbZG nicht dazugezählt.

Wer sich vor der Arbeit umziehen muss, weil ein bestimmtes Outfit verlangt wird, muss dies vor seiner Arbeitszeit tun. Das gilt auch nach der Arbeit. Wer aufgrund schmutziger Arbeit duschen gehen möchte, darf dies nur in seiner Freizeit tun. Hat der Arbeitnehmer seine Arbeitszeit hinter sich gebracht, zählen alle weiteren Tätigkeiten nicht mehr dazu.

Die Länge der Zeit wird in einem speziellen Arbeit- beziehungsweise Dienstvertrag geregelt. Danach wird auch das Entgelt berechnet. Die Arbeitszeiten Regelung wird im Arbeitszeitgesetz festgestellt. Das bedeutet, der Arbeitgeber darf den Arbeitnehmer nicht willkürlich am Tag 12 Stunden einsetzen. Ausnahmen gibt es nur bei bestimmten Branchen. Grundsätzlich dürfen die 8 Stunden pro Tag nicht überschritten werden.

Arbeitszeiten und Strafen


10 Stunden sind in Ausnahmefällen möglich. Das ganze muss sich aber innerhalb von sechs Monaten ausgleichen. Das heißt, in 24 Wochen müssen im Durchschnitt acht Stunden dabei täglich erreicht werden.

Wer diese Regelung nicht ernst nimmt, muss mit einer Strafe rechnen. Die Gewerbeaufsicht kontrolliert Betriebe stichprobenartig und auf Wunsch auch dann, wenn sich ein Mitarbeiter beschwert. Deswegen sollten sich Arbeitgeber immer an die Gesetze halten. Die Rahmenbedingungen werden auch durch die Tarifverträge festgestellt. Bei Beamten gelten spezielle Verordnungen.

Leistet ein Arbeitnehmer Überstunden, bekommt er diese entweder bezahlt oder darf die Arbeitszeit ausgleichen. Bei manchen Branchen sind Überstunden nicht vermeidbar. Zum Beispiel im Krankenhaus oder bei der Polizei. Dafür erhalten Arbeitnehmer bei Überstunden am Ende einen höheren Lohn. Dies gilt auch bei einigen Branchen an Sonn - und Feiertagen. Diese müssen separat verrechnet werden, wenn es sich dabei nicht um einen Betrieb handelt, der speziell zu Feiertagen und am Wochenende geöffnet hat.